Qualität ist seit Beginn der kommerziellen Entwicklung von
Software ein wichtiges Thema in Forschung und Praxis und diese
Bedeutung verstärkt sich noch weiter. Heutige Entwicklungen
stellen
zusätzliche Anforderungen an verschiedenste
Qualitätsaspekte dar. Beispielsweise führt die
Durchdringung von kritischen Systemen, wie Flugzeugen oder
Automobilen, zu immer höheren Sicherheitsanforderungen an
Software. Der starke Anstieg der durchschnittlichen
Code-Größen und die Langlebigkeit von Software-Systemen
machen die Wartbarkeit zu einer wichtigen Eigenschaft. Die
Beherrschung von Software-Qualität stellt somit ein wichtiges
Ziel im Software Engineering dar. Diesem Ziel steht aber die
Komplexität und Vielschichtigkeit von Qualität
gegenüber.
Es existiert eine große Zahl an unterschiedlichen Sichten
und eine entsprechende Vielzahl an Herangehensweisen zu diesem
Thema. Für die praktische Anwendung in der Software-Entwicklung
stehen aufgrund dieser Vielfalt überwiegend nur
Insellösungen zur Verfügung, die keine ganzheitliche
Behandlung des Themas ermöglichen. Beispielsweise sind trotz
der engen Verbindung Bewertungen von Zuverlässigkeit und
Nutzbarkeit typischerweise nicht integriert.
Ein verbreitetes Vorgehen zur Bewältigung dieser Probleme
stellt die Verwendung von Qualitätsmodellen und daraus
abgeleiteter bzw. damit in Beziehung gesetzter Bewertungen dar.
Ein solches Vorgehen wird sowohl in der Forschung untersucht,
als auch bereits in der Praxis angewendet. Es hat sich aber oft
gezeigt, dass Standards, wie die ISO 9126, nicht direkt anwendbar
sind und eigene Qualitätsmodelle für spezifische
Situationen erstellt werden müssen. Dies resultiert in
teilweise sehr unterschiedlichen Ansätzen zur
Qualitätsmodellierung und -bewertung. Ziel dieses Workshops ist
es, diese Ansätze vorzustellen und zu diskutieren. In der
ersten Ausgabe des Workshops (SQMB '08)
wurde bereits ein breites Spektrum
an Modellen und Methoden vorgeschlagen. Dies soll vertieft werden,
insbesonders mit einem Fokus auf eingebettete Softwaresysteme.
Der Workshop findet als ganztägige Veranstaltung am 3.
März 2009
im Zusammenhang mit der Konferenz SE
2009
in Kaiserlautern statt. Er ist zweigeteilt in Vorträge und
Gruppenarbeit.
Der Vormittag besteht aus eingeladenen Vorträgen und
15-minütigen Vorträgen über die
akzeptierten Positionspapiere. Nach dem Mittagessen werden die
Teilnehmer in 3-4 Gruppen eingeteilt, die gemeinsam identifizierte
Themen diskutieren. Die Ergebnisse werden am Ende des Workshops im
Plenum vorgestellt und diskutiert.
Die Einreichung eines Positionspapiers ist für die Teilnahme am
Workshop aber nicht notwendig.
Es können Positionspapiere (deutsch oder englisch) mit maximal 5 Seiten im LNCS-Format eingereicht werden. Akzeptierte Papiere werden in Kurzvorträgen im Workshop vorgestellt. Die Positionspapiere können nach dem Workshop auf maximal 8 Seiten ausgedehnt werden. Sie werden dann zusammen mit einer Zusammenfassung der Diskussionsergebnisse als Technischer Bericht der TU München veröffentlicht.
Es werden Papiere zu folgenden und angrenzenden Themen erwartet:
Bitte laden Sie Ihre überarbeiteten Beiträge bis spätestens 20. Februar 2009 hier hoch.
Die Workshop-Beiträge wurden als Technischer Bericht TUM-I0917 der Technischen Universität München veröffentlicht.