2. Workshop zur Software-Qualitätsmodellierung und -bewertung (SQMB '09)

am 3. März 2009 im Zusammenhang mit der Konferenz SE 2009, Kaiserslautern


Inhalt und Ziele

Qualität ist seit Beginn der kommerziellen Entwicklung von Software ein wichtiges Thema in Forschung und Praxis und diese Bedeutung verstärkt sich noch weiter. Heutige Entwicklungen stellen zusätzliche Anforderungen an verschiedenste Qualitätsaspekte dar. Beispielsweise führt die Durchdringung von kritischen Systemen, wie Flugzeugen oder Automobilen, zu immer höheren Sicherheitsanforderungen an Software. Der starke Anstieg der durchschnittlichen Code-Größen und die Langlebigkeit von Software-Systemen machen die Wartbarkeit zu einer wichtigen Eigenschaft. Die Beherrschung von Software-Qualität stellt somit ein wichtiges Ziel im Software Engineering dar. Diesem Ziel steht aber die Komplexität und Vielschichtigkeit von Qualität gegenüber.
Es existiert eine große Zahl an unterschiedlichen Sichten und eine entsprechende Vielzahl an Herangehensweisen zu diesem Thema. Für die praktische Anwendung in der Software-Entwicklung stehen aufgrund dieser Vielfalt überwiegend nur Insellösungen zur Verfügung, die keine ganzheitliche Behandlung des Themas ermöglichen. Beispielsweise sind trotz der engen Verbindung Bewertungen von Zuverlässigkeit und Nutzbarkeit typischerweise nicht integriert.
Ein verbreitetes Vorgehen zur Bewältigung dieser Probleme stellt die Verwendung von Qualitätsmodellen und daraus abgeleiteter bzw. damit in Beziehung gesetzter Bewertungen dar. Ein solches Vorgehen wird sowohl in der Forschung untersucht, als auch bereits in der Praxis angewendet. Es hat sich aber oft gezeigt, dass Standards, wie die ISO 9126, nicht direkt anwendbar sind und eigene Qualitätsmodelle für spezifische Situationen erstellt werden müssen. Dies resultiert in teilweise sehr unterschiedlichen Ansätzen zur Qualitätsmodellierung und -bewertung. Ziel dieses Workshops ist es, diese Ansätze vorzustellen und zu diskutieren. In der ersten Ausgabe des Workshops (SQMB '08) wurde bereits ein breites Spektrum an Modellen und Methoden vorgeschlagen. Dies soll vertieft werden, insbesonders mit einem Fokus auf eingebettete Softwaresysteme.

Workshop-Format und -Durchführung

Der Workshop findet als ganztägige Veranstaltung am 3. März 2009 im Zusammenhang mit der Konferenz SE 2009 in Kaiserlautern statt. Er ist zweigeteilt in Vorträge und Gruppenarbeit. Der Vormittag besteht aus eingeladenen Vorträgen und 15-minütigen Vorträgen über die akzeptierten Positionspapiere. Nach dem Mittagessen werden die Teilnehmer in 3-4 Gruppen eingeteilt, die gemeinsam identifizierte Themen diskutieren. Die Ergebnisse werden am Ende des Workshops im Plenum vorgestellt und diskutiert.
Die Einreichung eines Positionspapiers ist für die Teilnahme am Workshop aber nicht notwendig.

Programm

9:00 Begrüßung
9:15 Keynote von Günther Limböck (SAP): Measuring the Quality of Standard Software: the SAP Quality Index
10:00 Kaffeepause
10:30 1. Vortragssession: Qualitätsmodelle (Chair: F. Deißenböck)
Comprehensive Landscapes for Software-related Quality Models (M. Kläs, J. Heidrich, J. Münch, A. Trendowicz)
A Proposal for a Quality Model Based on a Technical Topic Classification (R. Plösch, H. Gruber, G. Pomberger, S. Schiffer, C. Körner)
Modellierung von Software-Security mit aktivitätenbasierten Qualitätsmodellen (S. Wagner, S. Islam)
Towards an applicable software quality model for individual software projects (M. Großmann)
12:30 Mittagspause
14:00 2. Vortragssession: Qualitäts-Assessment (Chair: J. Heidrich)
An Approach for a Method and a Tool Supporting the Evaluation of the Quality of Static Code Analysis Tools (R. Plösch, A. Mayr, M. Saft)
Comparability of Assessment Results (B. Vanamali, M. Mueller)
Experiment for Comparing the Automatically Assessed Source Code Quality with Experts' Opinions (H. Gruber, R. Plösch, A. Hentschel)
15:30 Kaffeepause
16:00 Gruppendiskussion
17:00 Vorstellung der Ergebnisse und Abschluss (Gruppe 1)

Einreichung und Veröffentlichung

Es können Positionspapiere (deutsch oder englisch) mit maximal 5 Seiten im LNCS-Format eingereicht werden. Akzeptierte Papiere werden in Kurzvorträgen im Workshop vorgestellt. Die Positionspapiere können nach dem Workshop auf maximal 8 Seiten ausgedehnt werden. Sie werden dann zusammen mit einer Zusammenfassung der Diskussionsergebnisse als Technischer Bericht der TU München veröffentlicht.

Es werden Papiere zu folgenden und angrenzenden Themen erwartet:

Bitte laden Sie Ihre überarbeiteten Beiträge bis spätestens 20. Februar 2009 hier hoch.

Wichtige Daten

Organisatoren und Programmkomitee

Organisatoren

Programmkomitee

Workshop-Beiträge

Die Workshop-Beiträge wurden als Technischer Bericht TUM-I0917 der Technischen Universität München veröffentlicht.


Stefan Wagner

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